Prof. Christel Bienstein

Christel Bienstein  (*1951) ist Vorstand und Gründerin des Pflege e.V.. Nach ihrer Berufstätigkeit als Krankenschwester und einem Studium der Pädagogik arbeitete sie am Bildungszentrum Essen des deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe (DBfK), dessen Leitung sie später übernahm. Sie engagierte sich für eine berufspädagogische Orientierung der Pflegeausbildung und fokussierte die fachliche Fundierung von Pflegethemen.

Schon Anfang der 80er Jahre forderte sie eine wissenschaftliche Basis der Pflege. Ab 1994 baute sie an der Privaten Universität Witten/Herdecke den Studiengang Pflegewissenschaft auf, seit 1996 können hier Pflegende den Bachelor-, bzw. Masterabschluss erwerben und promovieren. Heute leitet sie das Department für Pflegewissenschaft an der Universität Witten/Herdecke. Durch zahlreiche Initiativen hat sie in den letzten 25 Jahren dazu beigetragen, der Pflegewissenschaft in Deutschland zum Durchbruch zu verhelfen. Mit dem Bundesverdienstkreuz wurde Christel Bienstein 2004 als herausragende Persönlichkeit der Pflege in Deutschland gewürdigt. Sie engagiert sich in zahlreichen wissenschaftlichen und politischen Gremien.

 

Prof. Dr. Wilfried Schnepp


Dr. Wilfried Schnepp absolvierte seine Krankenpflegeausbildung in der Zeit von 1974 bis 1977 an der Evangelischen Ausbildungsstätte des Münsterlandes für pflegerische Berufe e.V. Danach nahm er von 1979 bis 1981 mit Erfolg an der Fachweiterbildung in der Intensivpflege in der Zeit  an den Katholischen sozialpflegerischen Fachschulen in Osnabrück teil. Dem schloss sich das Studium der Pflegepädagogik in der Zeit von 1984 bis 1987 an der Katholischen Fachhochschule Norddeutschland an. Von Februar bis April 1993 nahm er an einer Weiterbildung am Royal Marsden Hospital in London zu den Themen Cancer, Body Image and Self Concept teil. An der University of Wales und der Hogeschool van Utrecht studierte er von 1993 bis 1995 im Studiengang Master of Science in Nursing und erhielt den gleichnamigen akademischen Grad an der University of Wales im Jahr 1996. Im November 1999 wurde Wilfried Schnepp zum Professor am Lehrstuhl für Sozialarbeit (Prof. Dr. L. Guslyakova) an der soziologischen Fakultät der Altai State University in Sibirien berufen. Im April 2001 promovierte Dr. Schnepp an der Universität Utrecht in der Pflegewissenchaft zu dem Thema „Familiale Sorge in der Gruppe der russlanddeutschen Spätaussiedler – Funktion und Gestaltung“.

Dr. Schnepp arbeitete erst als Krankenpfleger auf einer operativen Intensivstation am Marienhospital Osnabrück (1977/1985) und anschließend als pflegerischer Leiter der Fachweiterbildung in der Intensivpflege an den Katholischen sozialpflegerischen Fachschulen in Osnabrück (1985/1987). Dem schloss sich eine Tätigkeit als Assistent der Pflegedienstleitung am Marienhospital Osnabrück an (1987/1989). Anschließend übernahm er die Leitung des Referates innerbetriebliche Fortbildung an der Paracelsus Klinik Osnabrück ( 1989/1994). An der Katholischen Fachhochschule Norddeutschland war er in der Zeit von 1994-1996 als Dozent tätig. In der Zeit von 1996 bis Juli 2000 lehrte er Pflegewissenschaft als Lehrkraft im höheren Dienst  an der Fachhochschule Osnabrück. Ab Juli 2000 war er als Lehrbeauftragter und später auch als Berater bei der Entwicklung eines familienorientierten Schwerpunkts am Institut für Pflegewissenschaft an der Universität Witten/Herdecke tätig. Seit Juli 2001 leitet Dr. Schnepp den Lehrstuhl für familienorientierte und gemeindenahe Pflege kommissarisch.

Seit 1995 hat Wilfried Schnepp bei EPOS Health Consultants die inhaltliche Leitung in Projekten zur pflegerischen Versorgung im Rahmen der humanitären Hilfe für die deutschen Minoritäten in Westsibirien, die im Auftrag des Bundesinnenministeriums der Bundesrepublik Deutschland von der Deutschen Gesellschaft für technische Zusammenarbeit und EPOS Health Consultants durchgeführt werden. In diesen Projekten haben zahlreiche Studentinnen und Studenten der Pflegewissenschaft der Universität Witten/Herdecke vor Ort mitgearbeitet. Mehrere Aufenthalte in Tbilisi/Georgien dienten der Entwicklung einer Kooperation mit dortigen Kollegen und beinhalteten mehrere Vorträge zum Thema familienorientierte und gemeindenahe Pflege. Dr. Schnepp hat an zahlreichen ausländischen Universitäten Gastvorträge gehalten, wie etwa in Gent, Utrecht, Wien, Barnaul, Novosibirsk.