Eine empfehlenswerte Broschüre:

 

http://www.klinikseelsorge-tum.de/images/Download/Flyer_Intensivstation_DinA5_Print.pdf

 


Vorstellung eines besonderen Buches:

Wichtiger Buchtipp (Juni 2017)

  1. Mindell: Koma – ein Weg der Liebe, Via Nova Verlag 2000

Zufällig bin ich vor einigen Tagen auf ein interessantes Buch gestossen, es geht um Beziehungsaufnahme zu komatösen Menschen und versteht sich als „Ratgeber für Familie, Freunde und Helfer“. Da das Buch schon 17 Jahre alt ist, soll es verramscht werden, die paar Hundert verbliebenen Exemplare werden für 4 Euro verkauft.

Meines Erachtens eignet sich das Buch für alle Bereiche, in denen wir es mit Menschen zu tun haben, die nicht (mehr) sichtbar reagieren, also Hirnverletzte, tief sedierte/beatmete Intensivpatienten oder auch Menschen in den letzten Lebenstagen im Hospiz oder auf der Palliativstation. Mir geht es dabei um eine Handreichung für die Angehörigen, Menschen, die oft hilflos am Bett des Schwerkranken sitzen. Deswegen empfehle ich das Buch auch besonders im Horizont unseres Projektes der „Angehörigenfreundlichen Intensivstation“.

Professionelle sollten die Inhalte eigentlich kennen, vieles erinnert an Grundlagen der Basalen Stimulation, obwohl dieser Begriff kein einziges Mal vorkommt. Hintergrund der Empfehlungen ist vielmehr die „prozessorientierte Psychologie“ und das Ehepaar Mindell hat dazu in den USA viele Jahre gearbeitet und veröffentlicht.

Es geht zunächst um Wissen über Koma, um Bewusstsein und weitere Grundlagen. Dann folgen viele Hinweise und Übungen,  grundlegende Fähigkeiten des lebendigen Menschen werden angesprochen. Berührung, Sinnesanregung und vor allem Begleitung der Atmung werden thematisiert. Es gibt viele Ideen, winzige Signale wahrzunehmen. Der Text ist durchzogen von zahlreichen Patientengeschichten und Beispielen.

Das umfangreiche Buch mit 347 Seiten weist nach jedem Kapitel eine Zusammenfassung, Anmerkungen und Literaturangaben auf (Stand 2000), ein Glossar am Ende vervollständigt das Werk. Auch auf Selbstpflege wird eingegangen, ein Abschnitt widmet sich den Themen Sterben und Tod.

Besonders positiv aufgefallen sind mir die feinfühlige Sprache und die eindrückliche Illustration.

Kurzum: ein rundum empfehlenswertes Buch.

Prof. Dr. Angelika Zegelin

Krankenschwester, Pflegewissenschaftlerin, vorm. Universität Witten/Herdecke

 

Bestellung: Verlag Via Nova, Alte Landstr.12, 36100 Petersberg, info@verlag-vianova.de,   www.verlag-vianova.de

Buchrezensionen können Sie gerne an folgende E-Mailanschrift senden: d.stolecki@dgf-online.de


ReZertifizierung Mai 2017  im Klinikum rechts der Isar München



Pressemitteilung Angehörigenfreundliche Intensivstation Klinik Tettnang


In der Ausgabe Apotheken Umschau 09/16 findet sich ein Artikel über „Offene Türen“

Patientenwohl Angehörige sind in Krankenhäusern zunehmend willkommen – sogar auf der Intensivstation

Artikel Apotheken Umschau


 In der Ausgabe der Zeitschrift PflegeIntensiv (03/16) findet sich ein Artikel über „Kinder auf der Intensivstation“:

Kinder profitieren vom Besuch auf der Intensivstation. Bislang wird Kindern der Besuch ihrer Angehörigen auf einer Intensivstation noch häufig verwehrt. Zu hoch erscheint die psychische Belastung, die diese bei der unmittelbaren Konfrontation mit Krankheit und Tod erleben. Eine qualitative Studie aus Schweden legt nun etwas anderes nahe. Die Autoren befragten 28 Kinder im Alter zwischen vier und 15 Jahren nach dem Besuch eines Angehörigen auf einer Intensivstation zu ihrem Erleben. [weiter]

In der Ausgabe der Zeitschrift „Intensiv“ (04/15) findet sich ein Artikel über die Eintwicklung des Projekts „Angehörigenfreundliche Intensivstation“ des Pflege e.V.:

„Angehörige sind überlebenswichtig“
Angehörigenintegration. Studien zeigen, dass Angehörige das Outcome von Patienten positiv beeinflussen können. Diese Erkenntnis ist in der Praxis angekommen – das Thema Angehörigenintegration ist in der Intensivszene in aller Munde. Doch wo stehen die Stationen bei dem Thema tatsächlich? [weiter]