Über 2 Mio. langfristig Pflegebedürftige gibt es in
Deutschland – jeder Zweite ist unter 75, jeder Dritte
sogar unter 50 Jahre alt. Aber auch bei vorübergehenden
Krankheiten ist häufig Pflege erforderlich, z.B. bei
jedem Krankenhausaufenthalt. Jeden kann es treffen, sei es
durch eine Erkrankung, einen Unfall oder durch nachlassende
Kräfte im hohen Alter, wenn der Körper ein eigenständiges
Leben erschwert.
„Pflege geht uns alle an“ – dies ist das
Motto der Stiftung Pflege, mit dem sie Bürger, Unternehmen,
Fachleute und die Politik anspricht.
Die Stiftung Pflege e.V. ist dabei den Menschen
verpflichtet, die aufgrund ihrer gesundheitlichen
Beeinträchtigung der pflegerischen Begleitung,
Unterstützung und Beratung bedürfen. Vorrangiges Ziel ist
es, eine individuelle Pflegebedürftigkeit so lange wie
möglich zu vermeiden helfen, bei unvermeidbarem Einritt von
vorübergehender oder dauerhafter Pflegebedürftigkeit aber
auch eine menschenwürdige und qualitativ hochwertige Pflege
zu ermöglichen.
In den nächsten Jahren gilt es vor allem, das Wissen in der
Pflege zu vergrößern, um den Anforderungen unserer
Gesellschaft in der Pflege von Menschen gerecht werden zu
können. Die Erkenntnisse der Pflegewissenschaft und
-forschung werden für die weitere Zukunft der
Pflegequalität in den Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen
und in der häuslichen Pflege einen maßgeblichen Platz
einnehmen. Wissen muss produziert, Erkenntnisse aus diesem
Wissen müssen wissenschaftlich überprüft werden.
Entscheidend für die Stiftung Pflege e.V. ist jedoch nicht
nur die Produktion von Wissen und die Schaffung von
Erkenntnissen.
Dieses Wissen muss auch die Stellen erreichen, in denen
Pflege tagtäglich stattfindet. Pflegefachpersonen,
Betroffene und Angehörige müssen verständlicher Form über
die aktuellen Erkenntnisse und Qualitätsmöglichkeiten von
Pflege informiert werden. Neben der Förderung der Forschung
und akademischen Ausbildung an Hochschulen ist der Pflege
e.V. also auch in pflegerelevanten Fragen informativ und
aufklärend tätig.