Projektnachrichten
VERTRAUTE PERSONEN K…NNEN GENESUNG WESENTLICH UNTERST†TZEN . Zu Projekt 2.
Mit einer bundesweiten Initiative will die Stiftung Pflege e.V. entgegenkommende Besuchsregelungen auf den
Intensivstationen der Krankenhäuser etablieren. Die Einbeziehung von Angehörigen, Freunden und vertrauten
Menschen trägt wesentlich zur Genesung von Patienten bei, die aufgrund ihres kritischen Gesundheitszustandes auf
Intensivstationen behandelt werden. Ein von der Stiftung Pflege e.V. durchgeführtes Expertengespräch und eine
bundesweite Erhebung zu Besuchsregelungen auf Intensivstationen hat ergeben, dass diese von Krankenhaus zu
Krankenhaus völlig unterschiedlich gehandhabt werden. Oft kämpfen Angehörige mit unüberwindlichen Hürden,
um ans Krankenbett zu gelangen.

Rund 2 Millionen Menschen werden jährlich in den etwa 20.000 Betten der Intensivstationen deutscher
Krankenhäuser behandelt. Die meisten davon haben durch die moderne High-Tech-Medizin hervorragende
Chancen, wieder völlig zu genesen. Wissenschaftlich belegt ist zudem, dass jeder Mensch in einer solchen
gesundheitlichen Krisensituation von der Anwesenheit und vom Beistand nahe stehender Personen profitiert. Diese
vermitteln das Gefühl von Schutz und Vertrautheit und stellen eine wichtige Verbindung zur Außenwelt dar. Um so
erstaunlicher, dass Angehörigen und vertrauten Personen in einigen Krankenhäusern der Zugang zum Krankenbett
durch strenge Regeln und oft nicht nachvollziehbare Gründe erschwert wird.

Mit der jetzt gestarteten Initiative wirbt die Stiftung Pflege e.V. bei den Krankenhäusern für flexible und
patientenfreundliche Besuchsmöglichkeiten. Gleichzeitig hat sie – in Anlehnung an die „Charta der hilfe- und
pflegebedürftigen Menschen“ (Runder Tisch Pflege 2005) – konkrete Rechte der Intensivpatienten formuliert, die
nach Möglichkeit in Form einer Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht rechtzeitig schriftlich festgehalten
werden sollten.

Diese Rechte der Intensivpatienten sollen Angehörigen dabei helfen, mögliche Hürden zu überwinden und
verbindliche und dauerhafte Besuchsregeln mit den Mitarbeitern der Intensivstationen zu vereinbaren. Die
Stiftung Pflege e.V. rät Angehörigen, die aus nicht nachvollziehbaren Gründen am Besuch des Patienten gehindert
werden, das Gespräch mit Vorgesetzten/Patientenvertretern zu suchen. Um Schwierigkeiten jedoch von vornherein
zu vermeiden, appelliert die Stiftung an die Verantwortlichen, die Initiative zu unterstützen und ihre
Besuchszeitenregelungen auf die Bedürfnisse von Patienten und Angehörigen anzupassen. Sie fordert dazu auf, den
Besuch von Angehörigen als Teil des therapeutischen Konzeptes zu verstehen, der entscheidend zur schnellen
Genesung des Patienten beiträgt.

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Stiftung-Pflege e.V.
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10777 Berlin
Telefon 030 / 21 91 57 20
Fax 02302 / 92 63 18
Mail:kontakt@stiftung-pflege.com
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Besuchsregelungen auf Intensivstationen in deutschen Krankenhäusern – Ausgewählte Ergebnisse der Befragung von Pflegenden
Eine Erhebung im Rahmen des Projektes „Angehörige auf der Intensivstation“. Ein Projekt der Stiftung Pflege e.V.

Problemlage Intensivstationen sind „besondere Orte“, geheimnisumwittert in den Augen der Bevölkerung – es geht dort um Tod oder Leben. Für immer
mehr Menschen ermöglichen Intensivmedizin und –pflege das Überleben. Jährlich werden etwa 2.000.000 Menschen in Krankenhäusern auf den Intensivstationen versorgt. Diese Abteilungen sind nicht ohne weiteres für Besucher zugänglich, dadurch sollen auch die schwerkranken Menschen  geschützt werden.
 
Andererseits nehmen in Pflege und Medizin in den letzten Jahren die Erkenntnisse um die Bedeutung der Angehörigen für kranke Menschen zu. Die
„Familienorientierte Pflege“ rückt die Wirkung der nahe stehenden Menschen (gemeint sind nicht nur die klassischen Verwandten) für Gesunderhaltung,  Krankheitsbewältigung und Genesung in den Mittelpunkt und erweitert damit das Konzept der individuellen, personenorientierten Pflege. In der  sozialwissenschaftlichen Theorie der Unterstützung (social support) ist die Wichtigkeit der tensivmedizinische Behandlung eine solche bedrohliche Situation.

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Enterale Ernährung - und dennoch Lebensqualität
Die Möglichkeiten, Menschen mit industriell gefertigter Kost vollwertig zu ernähren, wurden seit 1980 in großen Schritten weiterentwickelt. Besonders die Einführung der PEG verbesserte die Lebenssituation der Betroffenen. Inzwischen werden Menschen mit dieser Methode über Jahre und Jahrzehnte ernährt und am Leben gehalten.

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