Qualifikation zur Breast Care Nurse (Pflegeexpertin im Brustzentrum): Modellprojekt ab März 2006
Die EUSOMA - Richtlinien (Europäische Gesellschaft für Brustkunde) für die Zertifizierung von Brustzentren sieht den Einsatz von zwei Breast Care Nurses pro Pflegeeinheit verbindlich vor (mit Masterabschluss). In Deutschland gibt es bisher keine vergleichbaren Pflegespezialistinnen mit universitärem Abschluss.
Die Qualifikation zur Breast Care Nurse bildet ein erstes Modul, welches später in die onkologische Fachweiterbildung integriert werden kann. Daher werden bereits im Modellkurs Kredit- und Fortbildungspunkte vergeben.
Innerhalb der Qualifizierung werden physiologische, pathologische, psychosoziale, kommunikative und soziologische Kenntnisse in Bezug auf Brustkrebs und die damit verbundenen Auswirkungen auf das soziale Erleben der Frauen vermittelt.
Mit den erworbenen Kompetenzen wird dem erheblichen Beratungs- und Unterstützungsbedarf von Frauen mit Brustkrebs und ihren Angehörigen individuell und bedürfnisorientiert Rechnung getragen.
Darüber hinaus werden Fähigkeiten im Bereich Case - Management vermittelt, um die ambulanten und stationären Strukturen miteinander zu vernetzen.
Weitere Informationen finden Sie hier
Kontaktmöglichkeiten:
Marquard, Sara (BScN; stud. MScN)
Möller, Bettina (stud. BScN)
Wiedemann, Regina (stud. BScN)
Stiftung Pflege e.V.
Alfred-Herrhausen-Str. 44
D-58455 Witten
Sara Marquard & Regina Wiedemann E-Mail: bcn@bildung-essen.de Mobil: 0172 / 1767145
http://www.bcn-weiterbildung.de/
Projekt „Pflegerisches Wissen für Patienten und ihre Angehörigen“ des Pflege e.V. nahm erfolgreich am bundesweiten Wettbewerb teil.
258 Maßnahmen der Gesundheitsförderung bewarben sich zum Thema „Gesund in der zweiten Lebenshälfte (50plus)“ um den Deutschen Präventionspreis 2005, der am 22. Juni 2005 in Berlin vergeben wurde. Darunter auch das Projekt „Pflegerisches Wissen für Patienten und ihre Angehörigen“ des Pflege e.V. Jetzt wurde es für die erfolgreiche Teilnahme ausgezeichnet. Denn nur 198 Maßnahmen schafften die hohen Anforderungen des Wettbewerbs.
Die Träger des Wettbewerbs, die Bertelsmann Stiftung und das Bundesgesundheitsministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung – vertreten durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung -, würdigten insbesondere das große Engagement der Teilnehmer.
Interessierte können hier mehr über das Projekt erfahren.
Weitere Informationen bietet die Website des Deutschen Präventionspreises: www.deutscher-praeventionspreis.de
Stiftung Mercator förder Institut für Pflegewissenschaft
Das Institut für Pflegewissenschaft der Universität Witten/Herdecke wird durch Mercator Stiftung GmbH mit 1,8 Mio. Euro gefördert
Das Institut für Pflegewissenschaft der Universität Witten/Herdecke (UWH) kann dank der Stiftung Mercator GmbH optimistisch in die Zukunft blicken. Die Essener Stiftung fördert das deutschlandweit einmalige Institut mit seinen beiden Bachelor- und Master-Studiengängen drei Jahre lang mit insgesamt 1,8 Mio. Euro. Mercator-Geschäftsführer Robert Faulstich-Theis begründete das Engagement seiner Stiftung am Donnerstag in Witten mit der "Vorreiterfunktion" des Instituts und seiner Studiengänge: "Angesichts einer dramatisch alternden Gesellschaft kommt dem Institut für Pflegewissenschaft unseres Erachtens eine zentrale Bedeutung bei der Entwicklung zukunftsfähiger Modelle einer menschenwürdigen Pflege in Deutschland zu." Der Einrichtung sei es zudem innerhalb weniger Jahre gelungen, sich in den wichtigen politischen Gremien auf Bundes- und Landesebene zu verankern.
Institutsleiterin Prof. Christel Bienstein bezeichnete die Förderung als "Ansporn, das innovative Potenzial des Instituts weiter zu schärfen und auszubauen." Mit dem Geld sollen wichtige Forschungsprojekte und Dienstleitungen vorangetrieben werden, so z.B. Forschungsprojekte zur Situation "pflegende Kinder" und "Pflegende und Angehörige von Demenzkranken". Im Dienstleistungsbereich legt das Institut seinen Schwerpunkt auf "Patienten- und Angehörigenberatung sowie Weiterbildung". Ab Herbst 2004 werde das Institut eine internetbasierte Schulung zum Thema Wundliegen (Dekubitus) anbieten.
Erst vor zwei Wochen hatte die erfolgreiche Akkreditierung der beiden Studiengänge für zunächst sieben Jahre im Institut große Freude ausgelöst: Die renommierte Agentur AQAS bescheinigte den beiden Ausbildungsgängen "Modellhaftigkeit" für die gesamte deutsche Hochschullandschaft. Die Aussage der "Modellhaftigkeit" bezieht sich auf das "Auswahlverfahren, die curricularen Inhalte, den Theorie-Praxis-Transfer, die nationalen und internationalen Kooperationen sowie die konsequente Entwicklung des wissenschaftlichen Nachwuchses."
Kontakt: Institut für Pflegewissenschaft, Prof. Christel Bienstein, Tel.: 02302/669-356, Mail: Bienstein@uni-wh.de, Stiftung Mercator GmbH, Robert Faulstich-Theis, Tel.: 0201/245-2254