Besuchsregelungen auf Intensivstationen in deutschen Krankenhäusern – Ausgewählte Ergebnisse der Befragung von Pflegenden
Eine Erhebung im Rahmen des Projektes „Angehörige auf der Intensivstation“. Ein Projekt der Stiftung Pflege e.V.

Problemlage Intensivstationen sind „besondere Orte“, geheimnisumwittert in den Augen der Bevölkerung – es geht dort um Tod oder Leben. Für immer
mehr Menschen ermöglichen Intensivmedizin und –pflege das Überleben. Jährlich werden etwa 2.000.000 Menschen in Krankenhäusern auf den Intensivstationen versorgt. Diese Abteilungen sind nicht ohne weiteres für Besucher zugänglich, dadurch sollen auch die schwerkranken Menschen  geschützt werden.
 
Andererseits nehmen in Pflege und Medizin in den letzten Jahren die Erkenntnisse um die Bedeutung der Angehörigen für kranke Menschen zu. Die
„Familienorientierte Pflege“ rückt die Wirkung der nahe stehenden Menschen (gemeint sind nicht nur die klassischen Verwandten) für Gesunderhaltung,  Krankheitsbewältigung und Genesung in den Mittelpunkt und erweitert damit das Konzept der individuellen, personenorientierten Pflege. In der  sozialwissenschaftlichen Theorie der Unterstützung (social support) ist die Wichtigkeit der tensivmedizinische Behandlung eine solche bedrohliche Situation.

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