Wir über uns
"Pflege geht uns alle an" - dies ist das Motto des Pflege
e.V., mit dem Bürger, Unternehmen, Fachleute und die
Politik angesprochen werden. Zu einem Thema, das jeder am
liebsten vor sich herschiebt - weil er es gleichzeitig
meist mit persönlichen Ängsten verbindet.
Ein Thema, das die Verantwortung der Menschen und
Generationen füreinander, aber auch die Verantwortung eines
jeden Einzelnen für sich selbst betrifft.
Wissen Sie, wer Sie pflegen wird, wenn es nötig
wird?
Wissen Sie, welchen Sachverstand diese Person hat?
Die Lage
Über 1 Mio. beruflich Pflegende und ungezählte
ehrenamtliche Pflegende sowie über 2 Mio. Pflegebedürftige
und tausende Menschen, die täglich in Krankenhäusern
gepflegt werden, gibt es in Deutschland. Jeder zweite
langfristig zu Pflegende ist unter 75, jeder Dritte sogar
unter 50 Jahre alt.
Jeden kann es treffen, jeder kann pflegebedürftig werden
und auf die Hilfe anderer angewiesen sein - sei es durch
eine Erkrankung, einen Unfall oder eben im hohen Alter,
wenn der Körper ein eigenständiges Leben nicht mehr
erlaubt. Die größte Gruppe der zu Betroffenen wird zu Hause
gepflegt, und dieses von Personen jeden Lebensalters;
selbst Kinder sind in diese Aufgabe aktiv einbezogen. Hier
muss es unterstützende Hilfen geben.
Immer mehr Menschen werden immer älter, hierdurch nimmt die
Zahl derer zu, die potenziell auch pflegebedürftig werden.
Gleichzeitig gibt es immer weniger junge Menschen, die
einen pflegerischen Beruf erlernen - und immer weniger
Familien sind in der Lage, pflegebedürftige Angehörige zu
Hause zu pflegen. Die Ausmaße der weiteren Entwicklung
werden u.a. daran deutlich, wenn man die wachsende Zahl von
Single-Haushalten betrachtet. Wer wird diese Menschen
pflegen, wenn sie der Pflege bedürfen?
Hinzu kommen die Kosten der Pflege, die das Gesundheits-
und Sozialwesen der deutschen Gesellschaft zunehmend
belasten.
All das und mehr verursacht den bekannten "Pflegenotstand".
Die Aufgabe
Es gilt neue Konzepte für die Pflege zu entwickeln, die
mehr Qualität für die Betroffenen, mehr Effektivität für
das Fachpersonal und stabile bzw. sogar sinkende Kosten für
die Kostenträger und Betroffenen bewirken.
In den nächsten Jahren gilt es daher vor allem, das Wissen
in der Pflege zu vergrößern, um den Anforderungen unserer
Gesellschaft in der Pflege von Menschen gerecht werden zu
können. Die Pflegewissenschaft und -forschung wird für die
weitere Zukunft der Pflegequalität in den Krankenhäusern,
Pflegeeinrichtungen und in der häuslichen Pflege einen
maßgeblichen Platz einnehmen müssen. Wissen muss
produziert, Erkenntnisse aus diesem Wissen müssen
wissenschaftlich überprüft und in die Alltagspraxis
überführt werden.
Dieses Wissen gilt es, für Betroffene nutzbar und
zugänglich zu machen. Pflegefachpersonen, Betroffene und
Angehörige müssen in breiter und verständlicher Form über
aktuelle Erkenntnisse und Qualitätsentwicklung von Pflege
informiert werden.
Die Stiftung Pflege
Ist ein rechtsfähiger gemeinnütziger Verein und fördert die
Pflege- wissenschaft und -forschung an Hochschulen
unterstützt die akademische Ausbildung von
Pflegeforscherinnen und -forschern sorgt dafür, das
die gewonnenen Erkenntnisse auch tatsächlich die
Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen erreichen berät die
Politik, wie die gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnisse
am besten in die Praxis umgesetzt werden können informiert
Pflegefachpersonen, Patienten und Angehörige in breiter
Form über Qualitätsanforderungen und -möglichkeiten von
Pflege.
Das Motto
Gesund leben. Gesund werden. Und wenn nötig gut
gepflegt werden.
fasst die Ziele der Stiftung Pflege e.V. zusammen:
• Pflegebedürftigkeit gilt es zu vermeiden, wo
immer es geht.
• In der Pflege müssen - wie in der Diagnostik
und Therapie stets die neuesten Methoden und Hilfsmittel
eingesetzt werden. Wer hilfsbedürftig ist, hat Anspruch
auf bestmögliche Versorgung.
• Pflege muss im Genesungsprozess einen hohen
Stellenwert erhalten.
Für Diagnostik und Therapie werden Milliarden
an Forschungsmitteln ausgegeben; die noch junge
Pflegewissenschaft wird dagegen noch kaum gefördert, obwohl
sie bedeutsame Kenntnisse liefert.
Mehr Qualität durch eine wissensgestützte Pflege verhindert
Nachfolgeerkrankungen und Dauerpflege. Sie kann im
deutschen Gesundheitswesen zu enormen Einsparungen führen.
Davon profitiert letztlich jeder Einzelne durch stabile
Versicherungsbeiträge.